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Trübe Aussichten... Der Bernlofer Simmerl hat schwere Depressionen und geht zum Arzt. "Herr Dokta, seit a paar Wochn bin i total am Bodn zerstört. Aa beim schönsten Sonnenschein siehg i nur schwarze Wolkn am Himme", jammert er dem Arzt vor. "Sogn S' ma's doch amoi gradraus: wia oid konn i wern?" Der Arzt schaut ihn ernst an und fragt: "Trinken Sie?" "Naa!" antwortet der Simmerl. "Rauchen Sie?" fragt der Mediziner weiter. "Naa!" entgegnet der Simmerl ebenso brav und bieder. "Haben Sie Sex?" "Aa ned, Herr Dokta!" beteuert der Simmerl treuherzig. "Warum woin S' dann überhaupt so oid wern?" 12.03.08 Sandra Maisinger - Passau
Gut eindgedeckt... "Bittschön, Herr Gramlinger, dös san Eahnare Schlaftablettn", sagt der Apotheker freundlich zum Gramlinger Ernst. "De glangan Eahna bestimmt an ganzn Monat." "Oh mei", seufzt der, "so lang wollt i eign'dli ned schlaffa!" 03.03.08 Manfred Ritzel - Eitensheim
Preisgünstig... Sagt das alte Muatterl zum Apotheker: "Mei, de Zapfal san aba deia (teuer). De konn i ma mit meiner kloana Rentn ned leistn." "Dean S' eahna ned ab, guade Frau", tröstet sie der Apotheker, "de kriangs zum Einführungspreis!" 29.02.08 Manfred Ritzel - Eitensheim
Unbeirrbar... Die kleine Kathi kommt in die Marktapotheke. Es herrscht Hochbetrieb und niemand ist frei, um sie zu bedienen. Doch der Kathi macht das überhaupt nichts aus. Sie schreit einfach nach vorne: "I kriag bittschön drei Packl Parisa! Gefühlsecht, wenn's geht!" Die anwesenden Kunden und das Verkaufspersonal stehen da wie vom Blitz getroffen und starren mit versteinerter Miene geradeaus. Bis auf den Apotheker, der sich schnell wieder erholt hat. "Erstens schreit ma ned einfach so in den Raum, sondern wartet, bis man an der Reihe ist!" belehrt er die Kathi. "Zwoatns is des nix für kloane Kinder, und drittns schickst ma dein Vadda her, daß i amoi a ordentlichs Wörtal mit eahm red!" Die Kathi ist vom Vortrag des Apothekers nicht im geringsten beeindruckt. "Erschdns", kontert sie, "hob i in da Schui g'lernt, daß ma laut und deitlich redn soi. Zwoatns is des nix für, sondern gegn kloane Kinder. Und drittens san de Parisa für mei Muadda. De fahrt übermorgn für drei Wocha nach Ibiza!" 29.02.08 Manfred Ritzel - Eitensheim
Dumm gelaufen... Ein junger Bursche erklärt dem Apotheker "von Mann zu Mann": "Heit Omd (Abend) bin i bei de Eltern vo meiner neia Freindin eiglodn. So wia i de Sach eischätz, werd hinterher bestimmt no wos geh... Ham Sie vielleicht an bsonders guadn Parisa, den wo Sie mir empfehln könna?" "Ja, natürlich", meint der Apotheker freundlich, "das Stück kostet aber zwei Euro fünfzig." "Koa Problem, den nimm i", sagt der junge Hupfer großspurig, zahlt und verschwindet. Keine fünf Minuten später steht er schon wieder auf der Matte: "Sie, iatz is ma no wos eigfoin. I hob g'hört, daß ihr Muadda aar a ganz a scharfs Luada is. Gebn S' ma glei no' oan!" Am Abend beim Essen mit den Eltern seiner Flamme beugt sich der Bursche so tief es geht über seinen Teller und versucht unentwegt, sein Gesicht mit den Händen zu verdecken. Irgendwann platzt seiner Freundin der Kragen: "Oiso, wenn i des g'wußt hätt, daß du so a Riabbe (Rüpel) bist und überhaupts koane Tischmaniern host, hätt i di meine Eltern ned vorgstellt!" "Und wenn i g'wußt hätt, daß dei Vadda Abbadägga (Apotheker) is, waar i gar ned erschd kemma!" 29.02.08 Manfred Ritzel - Eitensheim
Qualitätsverlust... Die alte Bäuerin fühlt sich nicht gut. Ihre Tochter meint: "Mama, geh doch zum Dokta und laß di oschaung! Der siehgt glei, wos da fehlt!" "Geh, laß ma doch mei Ruah mit de Dokta!" schimpft diese drauf los. "De san längst nimmer des, wos's amoi warn. Mit zwanzge hob i mi ganz ausziahgn miassn. Mit vierzge hob i no an Oberkörper freimacha derfa. Und iatz? Iatz wolln's grad amoi no d'Zunga sehgn!" 17.02.08 Georg Bichler - Abensberg
Wunderheilung... Ein Fußkranker und ein Mann mit einer Hasenscharte gehen zum
Wunderheiler. Der Wunderdoktor legt ihnen die Hände auf und murmelt seine
Beschwörungsformel. Nachdem er seinen Spruch eine Zeitlang hat "einwirken"
lassen, befiehlt er dem Fußkranken: "Auf geht's, wirf deine Kruckan weg!" Und zu
dem Mann mit der Hasenscharte sagt er: "Sprich...!" Noch bevor der Heiler seinen
Satz zu Ende gesagt hat, fällt ihm der Mann mit der Hasenscharte ins Wort: "Na
anna ifff umpfffooiin!" 20.02.07 Cornelia Beck - Wörth/Donau
Wunderheilung - Selbiger Witz im Original-Oberpfälzer Dialekt und Original-Wortlaut: A
Fousgranka und oana mit ana Hosnschoatn genga zum
Wundaheila. Da
Wundaheila legt eana d'Hend auf und murmlt seine
Beschwörungsfoaml.... Nochana
Zeit sagt a zum Fousgrankn: "DU..., WIRF DEINE KRÜCKEN WEG UND
GEH!" Und zu dem
mit da Hosnschoatn sagt a: "UND DU..., SPRICH!" Sagt der
mit da Hosnschoatn: "Na anna ifff umpfollln!"
Freude... "Leiden Sie unter starkem Durst?" fragt der Arzt seinen Patienten.
"Naa, i freu mi drüber!"
Der richtige Durchblick... Der Xaver ist beim Augenarzt. "Herr Doktor, I brauch a Bruin." "A
weitsichtige oder a kurzsichtige?" fragt der Arzt. "Naa, a
durchsichtige!"
Ausgehustet... Der Mederer Schorsch geht in die Apotheke und holt sich einen
Hustensaft. Der Apotheker füllt versehentlich Rhizinusöl in ein kleines
Fläschchen ab. Er bemerkt den Irrtum erst nach zwei Tagen, als wieder jemand
Hustensaft braucht. "Mein Gott", denkt er bestürzt, "vorgestern hab ich dem
Mederer aus Versehen Rhizinus gegeben. Der wird mir was erzählen..." Just in dem
Moment kommt der Schorsch zur Tür herein. "Gebn's mir no amoi von dem guaten
Huastensaft", meint er freundlich. Der Apotheker ist ganz verdutzt und fragt:
"Ja, hot denn der Saft tatsächlich g'holfen?" "Aber selbstverständlich",
erwidert der Schorsch, "jetzt trau I mi nimmer huast'n!"
Unruhig... "Sie trinken wohl sehr viel?" fragt der Doktor den Zitterer. "Naa,
des meiste verschütt' i!"
Doppelte Freude... Ein blutjunges Mädchen entbindet, die Hebamme beruhigt Sie: "So, oans
hätt' ma. Glei kimmt as zwoate, nacha habn'S Zwilling!" "Um Himmeswuin
(Himmelswillen)!" jammert das Mädchen, "is des vom Sepp aa scho' da?"
Knallhart... "Wia oid is denn des Kind?" hod da Doktor g'fragt. "Fünf Jahr'", hod d'Muadda g'antwort'. "Mei, und scho so dreckert!" hod da Doktor g'moant.
Erfreuliche Aussichten... Die blitzsaubere Reischl Walli sieht in der Apotheke in Unterbirnbach eine hochmoderne Waage stehen. <Für nur 10 Cent können Sie hier Ihr Gewicht auf 100 Gramm genau erfahren!> verspricht ein Schild über dem Präzisionsgerät. Sie bittet den Apotheker um zehn Cent und betritt die Plattform. Entsetzt schreit sie auf. "Schnell, gebn S' ma nomoi zehn Cent!" bittet sie den Apotheker, legt Mantel und Schuhe ab und besteigt die Waage erneut. "I glaab's ja ned!" entfährt es ihr. Sie verlangt weitere zehn Cent, zieht Pullover und Rock aus und wiegt wieder. Da kommt der Apotheker, stellt sich neben die Waage und sagt: "Lassen Sie sich nicht stören, schöne Frau, ab jetzt geht das Wiegen auf Kosten des Hauses!"
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