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Essen und Trinken


Schlecht erzählt...
Ein Sommerfrischler kommt in einen bayerischen Gasthof, wo er sich an einen freien Tisch setzt und eine Halbe bestellt. Während er an seinem Bier zuzelt, hört er ein Dutzend gestandener Mannsbilder am Stammtisch fürchterlich lachen. Dann sagt einer von ihnen "Zwoarafuchzge!" und alle lachen erneut schallend. Ein anderer Stammtischler ruft:"Siemaneinzge!" Wieder ertönt herzhaftes Gelächter, dass die Bäuche der geselligen Mannsbilder nur so wackeln. Auch nach der Zahl "Zwoahundertdreizehn!" lachen alle Männer lauthals. Der Sommerfrischler wird neugierig. Er steht auf und geht zum Stammtisch hinüber: "Sagen Sie, meine Herren, was machen sie da für ein lustiges Spiel? Kann ich da vielleicht auch mitspielen?" Einer der Stammtischler erklärt bereitwillig: "Ja, wissn S', mia ham in de letztn fuchzg Johr so vui Witz gsammed, de mia alle auswendig kenna. Die hamma durchnummeriert; iatz brauch ma bloß no de Zahl sogn, und a jeder woaß, wos für a Witz gmoant is." Der Sommerfrischler ist begeistert: "Darf ich mal eine Zahl sagen?" Die Stammtischler nicken ihm aufmunternd zu. "Dreiundachtzig!" sagt er laut und blickt erwartungsvoll in die Runde. Nichts, keiner verzieht eine Miene. Er versucht es noch einmal: "Vierundsechzig!" Abermals bleiben alle ernst. "Ja, warum lacht denn niemand, wenn ich eine Nummer nenne?" fragt der Sommerfrischler enttäuscht. Darauf meint ein anderer Stammtischler trocken:"Ja, mei, es kummt scho aa drauf o, wia mar an Witz vazäiht!" 15.08.09 Barbara Lexa - Wolfratshausen

Freudige Heimkehr...
In einem bayerischen Alpengasthof beschwert sich Herr Quast-Brüggemanns beim Hotelinhaber: "Sie erinnern sich, daß ich letztes Jahr zwei Wochen in Ihrem Hotel verbracht habe? Als ich wieder zu Hause angekommen war und meinen Koffer auspackte, krochen fünf Kakerlaken heraus!" "Ja, de wern a Freid g'habt habn, wia's wieder dahom warn", antwortet lachend der Wirt.
18.02.08 Herbert Weisberger - Germering

Gipfelstürmer...
Auf der Terrasse eines Alpengasthofes sitzt ein Ehepaar aus Berlin und bewundert das herrliche Panorama, das sich vor ihnen ausbreitet. "Sie, Frollein, könn' se ma saj'n, wie der Beag da vorne heißt?" fragt der Herr die Bedienung. "Wäichana?" fragt diese mürrisch zurück. "Oh, vielen Dank!"
09.02.08 Barbara Lexa - Wolfratshausen

Sperrstunde...
Nur noch zwei Gäste sitzen in der Wirtschaft in Laim und trinken langsam ihr Bier. Es ist schon nach Mitternacht, der Wirt ist sehr müde und grantig. Mißmutig zischt er die Bedienung an: "Daß iatz oiwei oa de letzt'n sei miaßn?!?"
21.03.07 Konrad Hagl - Spalt

Mindestabnahmemenge...
Eine Berlinerin geht während ihres Wies'nbesuches ins "Winzerer Fahndl". "Tach, een kleenes Bier", beauftragt sie die Kellnerin. Die Wies'nbedienung schaut die Preussin an und antwortet freundlich, aber bestimmt: "Wissen's wos, kemman's wieder, wenn's an richtigen Durscht hob'n!" 20.01.07 Martin G. - München

Radarkontrolle...
"Gestern bin i mit mei'm Bulldog in'n Radar einigfahrn!" prahlt der Stiftl Sepp großmächtig am Stammtisch beim Jaagawirt in Mittersenfharting. "Und hod's blitzt?" fragen die anderen neugierig? "Naa, gscheid gschäwad (gescheppert)!"

Appetitlich...
Der Huber Karl unternimmt am Sonntagnachmittag eine kleine Radltour. Am Ende solch eines anstrengenden sportlichen Unternehmens darf als Belohnung ein Besuch im Biergarten natürlich nicht fehlen. Als er sich bereits die dritte Maß schmecken lässt, verspürt er langsam ein inneres Bedürfnis und wankt langsam und bedächtig zur "Befreiungshalle". Als er wieder sicher an seinen Platz zurückgekehrt ist, fragt er mürrisch die Bedienung: "Sog amoi, habt's ihr oiwei sovui Fliagn auf da Toiletten?" "Na", erwidert diese gelassen, "do muasst mittag kemma, nacha sans in da Küch."

Vegetarier...
Herr Brennicke aus Bielefeld verspeist in einem Münchner Restaurant eine Gemüseplatte. Sein Tischnachbar bekommt eine große Schweinshaxe serviert. "Wie kann man es übers Herz bringen und ein armes, wehrloses Tier verspeisen?" fragt der Herr. "Wia konn ma's fertigbringa, daß ma de arma Viecha s'Fuada wegfrißt?" antwortet der Münchner.

Praktisch...
Ein Münchner hält ein knuspriges Brathendl in beiden Händen und fieselt es mit großem Appetit ab. Einem "Außerbayerischen", der mit ihm am Tisch sitzt, mißfällt das und er bemerkt: "Bei uns benutzt man zum Essen Messer und Gabel." Der Münchner schaut ihn nur kurz an und fragt: "Und wia hoitn's nachad s'Hendl?"

Freundliche Bedienung...
Ein Ehepaar aus München sitzt im Biergarten eines Ausflugslokals auf dem Land. Sie haben reichlich gegessen, aber besonders begeistert sind sie von der servierten Kost nicht und beschließen, dies auch an den Wirt bzw. die Bedienung weiterzugeben. Als diese zum Abkassieren kommt und die in sämtlichen bayerischen Gaststätten obligatorische Frage: "Und, hot's g'schmeckt?", stellt, antworten beide wie aus einem Mund: "Oiso, mir hamma fei scho' besser g'essen." Drauf die Kellnerin ganz freundlich: "Aber bestimmt ned bei uns."

Fürsorglich...
Vater, Mutter und der sechsjährige Sohn kehren in einem Biergarten ein. Der Vater bestellt zwei Maß Bier, da fragt der Bub besorgt: Wiaso bloß zwoa, kriagt d'Mama koans?"

Eigentor...
Ein Rothaariger mit einem feuerroten Haarschopf, der selbst Pumuckl und Pippi Langstrumpf vor Neid hätte erblassen lassen, setzt sich in einer Müchner Traditionsgaststätte zu einem gemütlichen, freundlichen Herrn an den Tisch. Die beiden sitzen eine ganze Weile wortlos beieinander bis der "Rothaarerte" anfängt, sein Gegenüber wegen seiner Glatze zu "derblecken". "Mei, hab'n Sie eine Platt'n, da könna ja d'Läus Schlittschuah drauf fahrn." Der Mann sagt nix. Der "Rote" stichelt weiter: "Mei, hot's Eahna Frau schee, die braucht ned extra ins Bad renna, wenn's an Spiagl braucht!" Der Herr bleibt ruhig, das stinkt dem Feuerkopf. "Ja, sogn's amoi, a so a Platt'n wia de Eahnare hob iüberhaupt no nia g'sehgn. Hot Eahna da liabe Gott koane Haar ned mitgebn?" "Freilich, aber die roten hab i ned mögn", erwidert der gemütliche Herr freundlich.

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