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Pfarrer, Bischof und andere Würdenträger
Gute Wahl... Nach der Erschaffung der Welt
verteilte der liebe Gott die Dialekte unter den Menschen. Der Berliner meinte
stolz: "Ick hab ee'n toll'n Dialekt!" Der Friese strahlte:"Budder bei de Fische,
unsre Ssssprache is die beste!" Der Schwabe frohlockte:"Koiner kaa so rede wie
mia im Ländle schwätzet!" Nur der Bayer saß ganz alleine da und starrte traurig
vor sich hin, weil er keinen Dialekt zugeteilt bekommen hatte. Da entdeckte ihn
der liebe Gott und sagte:"Geh weider! Wegn deim Dialekt brauchst ned so draurig
schaugn. Woaßt wos? Red oafach so wia mia im Himme herobn!" 06.01.11 - Andreas - Neuburg
a.d.Donau
Wenn schon, denn
schon... Der Herrgott sagt zum Bayernkönig: "Mein Sohn, wenn du nicht
bald von deinen Sünden ablässt und ein besserer Mensch wirst, schicke ich dir
eine lange Dürre!" "Schad", meint der König, "a kloane Dicke waar ma liaber!"
22.11.10 Martin G. -
München
Unerschrocken... Maiandacht. Olle singas
recht schee wia Zeiserln. Aaf oamal krachts und schewats. Da Deifl erscheint.
Olle plärrn und laffan midsammtn Bfarra aus da Kircha. Nur a oids, dirrs Mandl
sitzt in da hindastn Benk und rirt se ned. Sagt da Deifl zu eam: "Kennst me
ned?" "Doch!" sagt des Mandl, "du bist da Deifl!" "Und host du koa Angst voa
mia?" "Naa! I bin seid zwoaradreißg Joar mid deina Schwesta voheirad, do do howe
vor dir koa Angst nimma!" 24.04.08 Dieter Adam - Obertraubling (unredigierte
Originalfassung)
Alles umsonst... Der Pfarrer von Hinterhuglhapfing ist für seine
Vergeßlichkeit bekannt. Eines Werktags während der Frühmesse fragt er den
Mesner: "Sog amoi, hob i as Evangelium heid scho g'lesn?" "Hochwürden, wenn i
ganz ehrlich bin, kunnt i's Eahna iatz gar ned hundadbrozentig sogn!" antwortet
dieser verlegen. "Nachad fragst de zwoa oidn Weiber in da letzt'n Bänk!" Der
Mesner schleicht zu den alten Damen, die sich gerade angeregt unterhalten, und
bekommt zur Antwort: "Ja, moant's ös ebba, mir bass'n auf enk auf?" 16.03.08 Rudi Scherler - Pentling
Bußfertig... Fahrscheinkontrolle in der Münchner U-Bahn. Ein
ganz in schwarz gekleideter Herr kann keinen Fahrschein vorweisen. "Wenn's koa
gültige Fahrkartn ham, nacha kriag i fünfazwanzg Euro vo Eahna", belehrt der
Kontrolleur den Mann. Dieser beteuert: "Glauben Sie mir, das ist keine Absicht.
Ich habe meine Monatskarte zuhause vergessen. Wie Sie zudem an meiner Kleidung
erkennen können, bin ich katholischer Priester!" "Na guad", sagt der
Fahrkartenkontrolleur, "dann betn S' ois Buße drei Vaterunser und fünf
GegrüßtseistduMaria!" 18.02.08
Erika Steinbacher - Plattling
Test bestanden... Der Schulrat kommt
in die Schule von Hinterstinkmisting zur Visite und möchte die Schüler der
dritten Klasse testen. "Wer von euch kann mir sagen, wie die vier Evangelisten
heißen?" fragt der Schulrat freundlich in die Klasse. Der Sepperl hebt den
Finger und sagt ganz stolz: "Die vier Evangelisten san folgende drei: da Petrus
und da Paulus!" Der Schulrat ist entsetzt und verlässt mit dem Pfarrer das
Klassenzimmer, um ihn für diesen entsetzlichen Bildungsnotstand zu rüffeln. "Wos
regn's Eahna denn a so auf?" meint der ganz gelassen, "zwoa hod a doch g'wußt!"
16.02.08 Erwin Finkenzeller -
Geisenfeld
Hirtenamt... Der Bischof
macht Urlaub auf dem Land. Um die Gegend und die Menschen näher kennenzulernen,
macht er gleich am ersten Tag einen Spaziergang - in Zivil versteht sich. Als er
an einer Weide vorbeikommt, sieht er einen Hirten, der faul unter einem Baum
liegt und auf fünf Schweine aufpaßt. "Grüß Gott", begrüßt der Bischof den
Schweinehirten freundlich, "was ist das für eine Arbeit, kann man davon auch
leben?" "Ja", meint der ganz lässig, "i kriag hundert Euro im Monat, Essen,
Trinka und Zimmer hob i frei. Wos wui i mehra? Mir langt's, i bin wunschlos
glücklich!" Der Bischof ist sprachlos ob einer solchen Bescheidenheit, dann
meint er nachdenklich: "Ich bin auch Hirte, aber ich führe ein besseres Leben
und verdiene wesentlich mehr." "Ja", antwortet der Hüter, "du werst aa mehra Säu
(Schweine) hobn wia i!" 10.02.08 Sepp Mack -
Weichering
Ein schöner Tod... Der Pfarrer
behandelt im Religionsunterricht das Thema Sterben. "Kinder", fragt er in die
Klasse. "habt Ihr Euch schon einmal Gedanken über das Sterben gemacht? Wie
würdet Ihr gerne sterben?" Ohne zu zögern meldet sich der Michi aus Dolling und
sagt: "I mechad sterbn wia mei Opa, der is ganz friedlich eig'schlaffa." "Danke,
Michael, es ist beachtlich, daß Du Dir schon solchene ernsthafte Gedanken zu dem
Thema gemacht hast. Aber", fragt er weiter, "hast Du auch eine Vorstellung, wie
Du nicht sterben möchtest?" Wieder antwortet der Michi ohne zu überlegen: "Wia
de Drei, de beim Opa hintn im Auto g'hockt war'n!" 23.11.07 Rupert Schwarzbauer - Pfaffenhofen
Der Erdbeer-Schorsch... Der kleine Maxl kommt ganz aufgeregt von der
Schule heim, schmeißt seinen Schulranzen in die Ecke und ruft atemlos: "Mama,
Mama, morgen müaß ma uns sauber waschen und schee o'ziahgn, hot da Herr Pfarrer
heid in da Schui zu uns g'sagt, weil da Erdbeer-Schorsch zum Filmen kimmt." "Wos
moanst, Maxl?", fragt die Mutter entgeistert. "Ja, in echt, morgen soi ma uns
sauber waschen und schee o'ziahgn, weil da Erdbeer-Schorsch zum Filmen kimmt.
Genau a so hot's uns da Herr Pfarrer heid im Reli-Unterricht auftrag'n." "Na
guat," denkt sich die Mutter, "lass'n amoi in Ruah, wer woaß, was der wieder
aufg'schnappt hot..." Nachmittags trifft sie beim Einkaufen zufällig den
Pfarrer im Supermarkt und spricht ihn gleich auf das sonderbare Thema an: "Grüß
Gott, Herr Hochwürden, is die Nachricht wahr, die unser Maxl heid von da Schui
mit hoam bracht hot?" "Ja, was denn?", meint der Herr Pfarrer interessiert. "Ja,
da Maxl is ganz aufg'regt von da Schui hoamkemma, hot sein' Ranz'n in d'Eck'n
g'feuert und g'moant: Mama, Mama, morgen müaß ma uns sauber waschen und schee
o'ziahgn, hot da Herr Pfarrer im Reli-Unterricht zu uns g'sagt, weil der
Erdbeer-Schorsch zum Filmen kimmt." Hochwürden läuft vor Zorn rot an,
schüttelt aufgeregt den Kopf und wettert los: "Da können's einmal sehen, wie
unaufmerksam die Kinder doch heutzutags den Unterricht verfolgen. Ich hab' ihnen
aufgetragen, sie sollen sich morgen sauber waschen und schön anziehen, weil der
Herr Erzbischof zum Firmen kommt!"
Bayerisches Tischgebet... "Jesus, segne diese Schüssel, daß ma satt
werd'n von dem bissl!"
Biblische Wunder... Im Religionsunterricht wird das Thema
"Wunder" behandelt. "Ja, Kinder", fragt der Pfarrer in die Klasse, "wer von euch
kann mir denn ein echtes Wunder nennen?" Thomas meldet sich und meint: "Die
wunderbare Brotvermehrung. Da hot da Herr Jesus aus oana Fischsemme a ganz's
Volksfest zaubert." "Sehr gut, Thomas", lobt Hochwürden. "Wer weiß denn noch ein
Wunder?", fragt er weiter. "As Wunder von Kana," ruft Johanna, nachdem sie
aufgerufen wurde, "da hot da Jesus aus Wasser an Wein g'macht." "Ja, ganz gut,
Johanna", freut sich der Pfarrer über das Wissen seiner Schüler und
Schülerinnen. "Aber zum Abschluss möcht' ich schon noch ein drittes Wunder
hören", spornt der Geistliche die Kinder an, "eines wisst ihr bestimmt noch."
"Aber freilich, Herr Pfarrer, woaß i no' oans", ruft Tobias ohne aufgerufen zu
sein dazwischen. "Schlachten!" "Aber bitte, Tobias, was soll denn das?", fragt
der Pfarrer entgeistert, "schlachten ist doch kein Wunder." "Jo, glaubn's mir's
nur. Mir hab'n letzten Samstag g'schlacht und nachmittag um hoibe zwoa hot da
Vata gsagt: Des is aber a Wunder, dass da Pfarrer heid no' ned beim Fressen do
is..."
Sinngemäß richtig... Der Sepperl kommt vom Sonntagsgottesdienst
heim. Die Mutter fragt ihn: "Und, über wos hot er denn heut predigt, da Herr
Pfarrer?" Nach kurzer Überlegung antwortet der Sepperl: "Über die Sünde!" "Ja,
und weiter?" bohrt die Mutter neugierig nach, "wos hot denn da drüber g'sagt?"
"Dageg'n is a (er)!"
Trost... Der Pfarrer von Mittersonnleiting hält eine feurige Predigt
und schildert seinen Schäfchen die Qualen der Hölle in allen Farben und äußerst
eindringlich. Mit Erfolg. Die Männer werden immer blasser und die Frauen und
Kinder beginnen zu schluchzen, bis schließlich die ganze versammelte Gemeinde in
lautes Jammern und Weinen ausbricht. Das rührt auch den Pfarrer zutiefst und er
ruft mit tränenerstickter Stimme: "Deat's eich doch ned a so ab, vielleicht is
aa ois gar ned wohr?!?" 02.11.2006
Erwin Koch - Beilngries
Ökumene... Der Pfarrer geht zum ersten Mal mit dem Mesner in die Sauna.
"Und, wia hot's Eahna g'falln?" fragt der Mesner? "Ganz gut, do geh'ma nächsten
Samstag wieder hi'", antwortet der Pfarrer begeistert. "Des geht ned", meint der
Mesner, "am Samstag is oiwei g'mischte Sauna." "Des macht doch nix, I hob nix
geg'n d'Protestanten!" 15.10.06
Richard Kunz - Ingolstadt
Unzucht... Die Lehner Zenzi kniet im Beichtstuhl und gesteht voller Scham:
"Da Hans..., oiso, mei Hans, Hochwürden, mei Hans..., der hot mit unzüchtig
berührt!" "Ja sowas", entgegnet der Pfarrer durch das vergitterte Fenster im
Beichtstuhl. "Und wo?" will er weiter wissen. "Zwischen Pörnbach und
Puch!"
Selbst ist der Stier... Der Meierbauer Franzl treibt den Bummerl durchs
Dorf. Da begegnet er dem Pfarrer. "Gott mit dir, mein Sohn! Wohin gehst du denn
mit dem Tier?" fragt ihn der Geistliche. "Zum Kneittinger treib i'n hi, sei Kuah
braucht as Decka!" antwortet der Franzl. "Aber Franzl", fragt Hochwürden
entsetzt, "kann dein Vater das denn nicht erledigen?" "Naa, Herr Pfarrer"
erklärt der Franzl treuherzig, "des muaß da Stier scho selber macha!"
Teurer Versuch... "Herr Pfarrer, moana S', daß i in'n Himme kimm,
wenn i unsara Pfarrei 10.000 Eiro stift?" fragt der Meierbauer den Pfarrer. "Des
woaß i aa ned hundertprozentig", meint der skeptisch, "aba probiern daad i's auf
jedn Foi!"
Beichtvergnügen... "Hochwürden, i hob an bluatjunga Burschn
vaführt", beichtet die dreiundneunzigjährige Lehner-Oma. "Also Frau Lehner, bei
allem Respekt! Aber das nehme ich Ihnen nun wirklich nicht ab!" erregt sich der
Pfarrer auf der anderen Seite. "Jo, Herr Pfarrer, glaam S' ma's no. Es is zwar
scho fünfasechzg Jahr her, aba beichtn dua i's oiwei no gern!"
Schweigepflicht... Der Pfarrer Mohr von Entering wird eines Tages bei seinem
Nachmittagsspaziergang förmlich von einem seiner "Schäfchen" überfallen. Das
Schäfchen ist 32 Jahre alt, weiblichen Geschlechts und sehr hübsch. Scheinbar
drückt die Gewissenslast der jungen Frau so sehr, dass sie es nicht mehr bis zur
nächsten Beichtgelegenheit aushält. Der Pfarrer nimmt die "Freiluftbeichte" ab
und erteilt der Frau die Absolution. Diese bedankt sich überschwenglich und
bittet Hochwürden abschließend: "Gell, Herr Pfarrer, des erfahrt aber neamd, des
b'hoitens ewig für Eahna!" "Des derfas glaub'n", erwidert der Pfarrer Mohr,
"geg'n mi is a Grab des reinste Kaffeekranzl!"
Gute
Empfehlung... Der Pfarrer von Miststinkharting
wettert im Religionsunterricht in der Klasse 8a der Dorfschule: "Kinder, i sog's
eich: lasst's d'Finger wegga vo de Zigräddn! Weil nach da erschdn Zigräddn kimmt
unweigerlich as erschde Glasl Alkohol. Auf's erschde Glasl Alkohol wiederum
folgt gleichsam wie von selber die erschde Sünd' mit ara Frau!" "Und, Herr
Pfarrer", ruft der Hilfinger Beni unverblümt dazwischen, "wo kriagt ma de
Wunderzigräddn?"
Nachfassen... "Wie
soll das Kind heißen?" fragt der Pfarrer während der Taufzeremonie die Eltern.
Der stolze Vater antwortet:
"Michael-Benedikt-Martin-Florian-Markus-Leonhard-Johannes-Thomas- Wolfgang-Andreas-Peter!"
Drauf der Pfarrer leise zum Mesner: "Mehr Wasser bittschön!"
Falsch getippt... Ein Prominenter ist in einem berühmten
bayrischen Kloster zu einem Festmahl eingeladen. Es gibt Wildbret, Spanferkel,
Schweinshaxen, Knödel - einfach alles, was man sich unter guter, bayrischer
Küche vorstellt. Dazu wird selbstgebrautes Starkbier aus dem Kloster
ausgeschenkt. Der berühmte Gast trinkt und trinkt, grad, dass ihm das Bier nicht
zu den Ohrwascheln rausläuft. Einer der Klosterbrüder kann das Ganze nicht mehr
mit anschauen und meint, dass man den Gast unauffällig durch eine Hintertüre ins
Freie befördern solle. Da meint der prominente Zecher in seinem "Dampf: "Ja,
sauber, is des des Türl, wo die schöna Madln einikemman?" "Naa", brummt der
Klosterbruder, "des is bloß die Tür, wo die b'suffan Säu nauslass'n
werd'n!"
Karussell... Der Obermeier Sepperl hat den
Samstagsnachmittags-Rosenkranz ministriert und wartet hinterher auf seinen
Spezl. Der kommt und kommt nicht, und so vertreibt sich der Sepperl die Zeit,
indem er seinen Rosenkranz um seinen ausgestreckten Zeigefinger wirbeln lässt.
So schnell, daß einem schon beim Zuschauen schwindlig werden kann. Da kommt der
Pfarrer aus der Kirche und sieht das Karussellspiel mit dem Rosenkranz. "Aber
Sepperl, hörst net glei' auf!" tadelt der Geistliche den Buben. "Mit dem
Rosenkranz derf ma doch net so umgeh'. In jeder einzelnen Perle sitzt as
Jesuskindl drinnen!" Der Sepperl hört sofort auf mit seinem Spiel - so lang, bis
der Pfarrer hinter der nächsten Ecke verschwunden ist. Dann dreht er seinen
Rosenkranz wieder um den Finger und ruft: "Auf geht's, Buam!"
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