Bayerische Witze zum Lachen, Schmunzeln und Weitererzählen.

 

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Pfarrer, Bischof und andere Würdenträger

Unerschrocken...
Maiandacht. Olle singas recht schee wia Zeiserln. Aaf oamal krachts und schewats. Da Deifl erscheint. Olle plärrn und laffan midsammtn Bfarra aus da Kircha. Nur a oids, dirrs Mandl sitzt in da hindastn Benk und rirt se ned. Sagt da Deifl zu eam: "Kennst me ned?" "Doch!" sagt des Mandl, "du bist da Deifl!" "Und host du koa Angst voa mia?" "Naa! I bin seid zwoaradreißg Joar mid deina Schwesta voheirad, do do howe vor dir koa Angst nimma!"  24.04.08 Dieter Adam - Obertraubling (unredigierte Originalfassung)

Alles umsonst...
Der Pfarrer von Hinterhuglhapfing ist für seine Vergeßlichkeit bekannt. Eines Werktags während der Frühmesse fragt er den Mesner: "Sog amoi, hob i as Evangelium heid scho g'lesn?" "Hochwürden, wenn i ganz ehrlich bin, kunnt i's Eahna iatz gar ned hundadbrozentig sogn!" antwortet dieser verlegen. "Nachad fragst de zwoa oidn Weiber in da letzt'n Bänk!" Der Mesner schleicht zu den alten Damen, die sich gerade angeregt unterhalten, und bekommt zur Antwort: "Ja, moant's ös ebba, mir bass'n auf enk auf?" 16.03.08 Rudi Scherler - Pentling

Bußfertig...
Fahrscheinkontrolle in der Münchner U-Bahn. Ein ganz in schwarz gekleideter Herr kann keinen Fahrschein vorweisen. "Wenn's koa gültige Fahrkartn ham, nacha kriag i fünfazwanzg Euro vo Eahna", belehrt der Kontrolleur den Mann. Dieser beteuert: "Glauben Sie mir, das ist keine Absicht. Ich habe meine Monatskarte zuhause vergessen. Wie Sie zudem an meiner Kleidung erkennen können, bin ich katholischer Priester!" "Na guad", sagt der Fahrkartenkontrolleur, "dann betn S' ois Buße drei Vaterunser und fünf GegrüßtseistduMaria!" 18.02.08 Erika Steinbacher - Plattling

Test bestanden...
Der Schulrat kommt in die Schule von Hinterstinkmisting zur Visite und möchte die Schüler der dritten Klasse testen. "Wer von euch kann mir sagen, wie die vier Evangelisten heißen?" fragt der Schulrat freundlich in die Klasse. Der Sepperl hebt den Finger und sagt ganz stolz: "Die vier Evangelisten san folgende drei: da Petrus und da Paulus!" Der Schulrat ist entsetzt und verlässt mit dem Pfarrer das Klassenzimmer, um ihn für diesen entsetzlichen Bildungsnotstand zu rüffeln. "Wos regn's Eahna denn a so auf?" meint der ganz gelassen, "zwoa hod a doch g'wußt!"

16.02.08 Erwin Finkenzeller - Geisenfeld

Hirtenamt...
Der Bischof macht Urlaub auf dem Land. Um die Gegend und die Menschen näher kennenzulernen, macht er gleich am ersten Tag einen Spaziergang - in Zivil versteht sich. Als er an einer Weide vorbeikommt, sieht er einen Hirten, der faul unter einem Baum liegt und auf fünf Schweine aufpaßt. "Grüß Gott", begrüßt der Bischof den Schweinehirten freundlich, "was ist das für eine Arbeit, kann man davon auch leben?" "Ja", meint der ganz lässig, "i kriag hundert Euro im Monat, Essen, Trinka und Zimmer hob i frei. Wos wui i mehra? Mir langt's, i bin wunschlos glücklich!" Der Bischof ist sprachlos ob einer solchen Bescheidenheit, dann meint er nachdenklich: "Ich bin auch Hirte, aber ich führe ein besseres Leben und verdiene wesentlich mehr." "Ja", antwortet der Hüter, "du werst aa mehra Säu (Schweine) hobn wia i!" 10.02.08 Sepp Mack - Weichering

Ein schöner Tod...
 Der Pfarrer behandelt im Religionsunterricht das Thema Sterben. "Kinder", fragt er in die Klasse. "habt Ihr Euch schon einmal Gedanken über das Sterben gemacht? Wie würdet Ihr gerne sterben?" Ohne zu zögern meldet sich der Michi aus Dolling und sagt: "I mechad sterbn wia mei Opa, der is ganz friedlich eig'schlaffa." "Danke, Michael, es ist beachtlich, daß Du Dir schon solchene ernsthafte
Gedanken zu dem Thema gemacht hast. Aber", fragt er weiter, "hast Du auch eine Vorstellung, wie Du nicht sterben möchtest?" Wieder antwortet der Michi ohne zu überlegen: "Wia de Drei, de beim Opa hintn im Auto g'hockt war'n!" 23.11.07 Rupert Schwarzbauer - Pfaffenhofen

Der Erdbeer-Schorsch...
Der kleine Maxl kommt ganz aufgeregt von der Schule heim, schmeißt seinen Schulranzen in die Ecke und ruft atemlos: "Mama, Mama, morgen müaß ma uns sauber waschen und schee o'ziahgn, hot da Herr Pfarrer heid in da Schui zu uns g'sagt, weil da Erdbeer-Schorsch zum Filmen kimmt." "Wos moanst, Maxl?", fragt die Mutter entgeistert. "Ja, in echt, morgen soi ma uns sauber waschen und schee o'ziahgn, weil da Erdbeer-Schorsch zum Filmen kimmt. Genau a so hot's uns da Herr Pfarrer heid im Reli-Unterricht auftrag'n." "Na guat," denkt sich die Mutter, "lass'n amoi in Ruah, wer woaß, was der wieder aufg'schnappt hot..."
Nachmittags trifft sie beim Einkaufen zufällig den Pfarrer im Supermarkt und spricht ihn gleich auf das sonderbare Thema an: "Grüß Gott, Herr Hochwürden, is die Nachricht wahr, die unser Maxl heid von da Schui mit hoam bracht hot?" "Ja, was denn?", meint der Herr Pfarrer interessiert. "Ja, da Maxl is ganz aufg'regt von da Schui hoamkemma, hot sein' Ranz'n in d'Eck'n g'feuert und g'moant: Mama, Mama, morgen müaß ma uns sauber waschen und schee o'ziahgn, hot da Herr Pfarrer im Reli-Unterricht zu uns g'sagt, weil der Erdbeer-Schorsch zum Filmen kimmt."
Hochwürden läuft vor Zorn rot an, schüttelt aufgeregt den Kopf und wettert los: "Da können's einmal sehen, wie unaufmerksam die Kinder doch heutzutags den Unterricht verfolgen. Ich hab' ihnen aufgetragen, sie sollen sich morgen sauber waschen und schön anziehen, weil der Herr Erzbischof zum Firmen kommt!"

Bayerisches Tischgebet...
"Jesus, segne diese Schüssel, daß ma satt werd'n von dem bissl!"

Biblische Wunder...
Im Religionsunterricht wird das Thema "Wunder" behandelt. "Ja, Kinder", fragt der Pfarrer in die Klasse, "wer von euch kann mir denn ein echtes Wunder nennen?" Thomas meldet sich und meint: "Die wunderbare Brotvermehrung. Da hot da Herr Jesus aus oana Fischsemme a ganz's Volksfest zaubert." "Sehr gut, Thomas", lobt Hochwürden. "Wer weiß denn noch ein Wunder?", fragt er weiter. "As Wunder von Kana," ruft Johanna, nachdem sie aufgerufen wurde, "da hot da Jesus aus Wasser an Wein g'macht." "Ja, ganz gut, Johanna", freut sich der Pfarrer über das Wissen seiner Schüler und Schülerinnen. "Aber zum Abschluss möcht' ich schon noch ein drittes Wunder hören", spornt der Geistliche die Kinder an, "eines wisst ihr bestimmt noch." "Aber freilich, Herr Pfarrer, woaß i no' oans", ruft Tobias ohne aufgerufen zu sein dazwischen. "Schlachten!" "Aber bitte, Tobias, was soll denn das?", fragt der Pfarrer entgeistert, "schlachten ist doch kein Wunder." "Jo, glaubn's mir's nur. Mir hab'n letzten Samstag g'schlacht und nachmittag um hoibe zwoa hot da Vata gsagt: Des is aber a Wunder, dass da Pfarrer heid no' ned beim Fressen do is..."

Sinngemäß richtig...
Der Sepperl kommt vom Sonntagsgottesdienst heim. Die Mutter fragt ihn: "Und, über wos hot er denn heut predigt, da Herr Pfarrer?" Nach kurzer Überlegung antwortet der Sepperl: "Über die Sünde!" "Ja, und weiter?" bohrt die Mutter neugierig nach, "wos hot denn da drüber g'sagt?" "Dageg'n is a (er)!"

Trost...
Der Pfarrer von Mittersonnleiting hält eine feurige Predigt und schildert seinen Schäfchen die Qualen der Hölle in allen Farben und äußerst eindringlich. Mit Erfolg. Die Männer werden immer blasser und die Frauen und Kinder beginnen zu schluchzen, bis schließlich die ganze versammelte Gemeinde in lautes Jammern und Weinen ausbricht. Das rührt auch den Pfarrer zutiefst und er ruft mit tränenerstickter Stimme: "Deat's eich doch ned a so ab, vielleicht is aa ois gar ned wohr?!?" 02.11.2006 Erwin Koch - Beilngries

Ökumene...
Der Pfarrer geht zum ersten Mal mit dem Mesner in die Sauna. "Und, wia hot's Eahna g'falln?" fragt der Mesner? "Ganz gut, do geh'ma nächsten Samstag wieder hi'", antwortet der Pfarrer begeistert. "Des geht ned", meint der Mesner, "am Samstag is oiwei g'mischte Sauna." "Des macht doch nix, I hob nix geg'n d'Protestanten!"
15.10.06 Richard Kunz - Ingolstadt

Unzucht...
Die Lehner Zenzi kniet im Beichtstuhl und gesteht voller Scham: "Da Hans..., oiso, mei Hans, Hochwürden, mei Hans..., der hot mit unzüchtig berührt!" "Ja sowas", entgegnet der Pfarrer durch das vergitterte Fenster im Beichtstuhl. "Und wo?" will er weiter wissen. "Zwischen Pörnbach und Puch!"

Selbst ist der Stier...
Der Meierbauer Franzl treibt den Bummerl durchs Dorf. Da begegnet er dem Pfarrer. "Gott mit dir, mein Sohn! Wohin gehst du denn mit dem Tier?" fragt ihn der Geistliche. "Zum Kneittinger treib i'n hi, sei Kuah braucht as Decka!" antwortet der Franzl. "Aber Franzl", fragt Hochwürden entsetzt, "kann dein Vater das denn nicht erledigen?" "Naa, Herr Pfarrer" erklärt der Franzl treuherzig, "des muaß da Stier scho selber macha!"

Teurer Versuch...
"Herr Pfarrer, moana S', daß i in'n Himme kimm, wenn i unsara Pfarrei 10.000 Eiro stift?" fragt der Meierbauer den Pfarrer. "Des woaß i aa ned hundertprozentig", meint der skeptisch, "aba probiern daad i's auf jedn Foi!"

Beichtvergnügen...
"Hochwürden, i hob an bluatjunga Burschn vaführt", beichtet die dreiundneunzigjährige Lehner-Oma. "Also Frau Lehner, bei allem Respekt! Aber das nehme ich Ihnen nun wirklich nicht ab!" erregt sich der Pfarrer auf der anderen Seite. "Jo, Herr Pfarrer, glaam S' ma's no. Es is zwar scho fünfasechzg Jahr her, aba beichtn dua i's oiwei no gern!"

Schweigepflicht...
Der Pfarrer Mohr von Entering wird eines Tages bei seinem Nachmittagsspaziergang förmlich von einem seiner "Schäfchen" überfallen. Das Schäfchen ist 32 Jahre alt, weiblichen Geschlechts und sehr hübsch. Scheinbar drückt die Gewissenslast der jungen Frau so sehr, dass sie es nicht mehr bis zur nächsten Beichtgelegenheit aushält. Der Pfarrer nimmt die "Freiluftbeichte" ab und erteilt der Frau die Absolution. Diese bedankt sich überschwenglich und bittet Hochwürden abschließend: "Gell, Herr Pfarrer, des erfahrt aber neamd, des b'hoitens ewig für Eahna!" "Des derfas glaub'n", erwidert der Pfarrer Mohr, "geg'n mi is a Grab des reinste Kaffeekranzl!"

Gute Empfehlung...
Der Pfarrer von Miststinkharting wettert im Religionsunterricht in der Klasse 8a der Dorfschule: "Kinder, i sog's eich: lasst's d'Finger wegga vo de Zigräddn! Weil nach da erschdn Zigräddn kimmt unweigerlich as erschde Glasl Alkohol. Auf's erschde Glasl Alkohol wiederum folgt gleichsam wie von selber die erschde Sünd' mit ara Frau!" "Und, Herr Pfarrer", ruft der Hilfinger Beni unverblümt dazwischen, "wo kriagt ma de Wunderzigräddn?"

Nachfassen...
"Wie soll das Kind heißen?" fragt der Pfarrer während der Taufzeremonie die Eltern. Der stolze Vater antwortet: "Michael-Benedikt-Martin-Florian-Markus-Leonhard-Johannes-Thomas-Wolfgang-Andreas-Peter!" Drauf der Pfarrer leise zum Mesner: "Mehr Wasser bittschön!"

Falsch getippt...
Ein Prominenter ist in einem berühmten bayrischen Kloster zu einem Festmahl eingeladen. Es gibt Wildbret, Spanferkel, Schweinshaxen, Knödel - einfach alles, was man sich unter guter, bayrischer Küche vorstellt. Dazu wird selbstgebrautes Starkbier aus dem Kloster ausgeschenkt. Der berühmte Gast trinkt und trinkt, grad, dass ihm das Bier nicht zu den Ohrwascheln rausläuft. Einer der Klosterbrüder kann das Ganze nicht mehr mit anschauen und meint, dass man den Gast unauffällig durch eine Hintertüre ins Freie befördern solle. Da meint der prominente Zecher in seinem "Dampf: "Ja, sauber, is des des Türl, wo die schöna Madln einikemman?" "Naa", brummt der Klosterbruder, "des is bloß die Tür, wo die b'suffan Säu nauslass'n werd'n!"

Karussell...
Der Obermeier Sepperl hat den Samstagsnachmittags-Rosenkranz ministriert und wartet hinterher auf seinen Spezl. Der kommt und kommt nicht, und so vertreibt sich der Sepperl die Zeit, indem er seinen Rosenkranz um seinen ausgestreckten Zeigefinger wirbeln lässt. So schnell, daß einem schon beim Zuschauen schwindlig werden kann. Da kommt der Pfarrer aus der Kirche und sieht das Karussellspiel mit dem Rosenkranz. "Aber Sepperl, hörst net glei' auf!" tadelt der Geistliche den Buben. "Mit dem Rosenkranz derf ma doch net so umgeh'. In jeder einzelnen Perle sitzt as Jesuskindl drinnen!" Der Sepperl hört sofort auf mit seinem Spiel - so lang, bis der Pfarrer hinter der nächsten Ecke verschwunden ist. Dann dreht er seinen Rosenkranz wieder um den Finger und ruft: "Auf geht's, Buam!"

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