Tag Archives: Trinken

Haarige Sach…




A älters Ehepaar gähd übern Viktualienmarkt. Auf oamoi fangt as Wei laut zum schimpfa o: „Ja, spinn i? Schaug nur grad her, Sepp, da kosten d’Erdäpfe 80 Cent as Stück!“ D’ Standlfrau wui’s beruhigen: „Des san koane Kadoffen, sondern Kiwi.“ „Aha“, knurrt de Frau, „ so a haarigs Gmias hob i ja übahaupt no nia gsehgn!“ „Guade Frau, des is koa Gmias, sondern a Obst; des kummt aus Neuseeland und werd eigführt.“ „Siehgst”, sagt da Mo, “de wern eigführt – und du bläde Kuah hättst as gfressn!“

Beziehungen…




Sitzn wia jede Woch a Gymnasiallehra, a Realschuilehra, a Voiksschuilehra und a Huifschuilehra im Haus vom Gymnasiallehrer beim Kartl’n beinanda. So umra zwölfe is dann as Bier aus und da Realschuilehrer moant: „des macht, i wohn glei ums Eck. I fahr schnei amoi hoam und hoi a Tragl Hells.“ Gsagt is do und scho 10 Minutn spada is a wieda do — allerdings ohne Bier. „Stellts eich vor, wia i rechtsrum fahr, steht d’ Schmier, hoit mi auf, last mi blosn und, wos soi i eich sagn? 1,2 Promill und da Lappn is weg – tuat ma echt leid!“ Sogt da Hauptschuilehra: „Macht nix, i wohn links rum, do steht d‘ Schmier bestimmt ned – i hoi bei mir dahoam a Tragl.“ Gsagt is do und nach zehn Minutn is a wieda do — aa ohne Bier. „Des gibt’s doch gar ned, wia i linksrum fahr, steht da a d‘Schmier, hoit mi auf, last mi aa blosn und, wos soi i eich sag’n? 1,5 Promui und mei Lappn is etz aa weg – tuat ma echt leid!“ „Des is zwar saubläd, aber ned schlimm“, sogt da Huifsschuilehra, „i wohn grodaus und de Bazen wer’n doch ned da aa no steh – i hois s‘Bier bei mir dahoam.“ Nach fünf Minutn is a scho wieda do — mit zwoa Tragl Bier. Etz woin de Kollegn natürliich vom Huifsschuilehra wissn, ob er aa vo da Schmier kontrolliert worn is. „Ja, scho, aba i kenn doch meine Buam!“ (unbearbeitete Originalfassung)

Sicheres Erkennungsmerkmal…




A Bsuffana wackelt übern Parkplatz und dappt mit de Händ über jeds Autodach. Da Parkwächter schaugt eahm amüsiert zua und frogt: „Moana S‘, dass S’ eahna Auto a so leichter finden?“ „Fraa-aale“, lallt da Bsuffane, „mei Auto hod a Blauliacht!“

Praktisch…




Ein Münchner hält ein knuspriges Brathendl in beiden Händen und fieselt es mit großem Appetit ab. Einem “Außerbayerischen”, der mit ihm am Tisch sitzt, mißfällt das und er bemerkt: “Bei uns benutzt man zum Essen Messer und Gabel.” Der Münchner schaut ihn nur kurz an und fragt: “Und wia hoitn’s nachad s’Hendl?”

Im Hofbräuhaus…




Im Hofbräuhaus…
Zwei Münchner und ein Berliner sitzen im Münchner Hofbräuhaus zusammen an einem Tisch. Jeder hat eine Maß Bier und eine Portion frischen Leberkäs mit Kartoffelsalat vor sich. Einer der zwei Bayern nimmt den Pfefferstreuer und versucht, seinen Kartoffelsalat etwas nachzuwürzen. Trotz mehrfachen Schüttelns kommt nichts raus. Sein Spezl, der ihn aufmerksam beobachtet hat, nimmt ebenfalls den Pfefferstreuer, schüttelt ihn, haut ihn paar Mal vorsichtig auf den Tisch – ohne Erfolg. Es will nix raus, obwohl das Glasl noch mindestens dreiviertelt voll ist. Dem Berliner ist das Bemühen der beiden natürlich nicht entgangen. Wortlos nimmt er den Pfefferstreuer und beginnt, mit einem Zahnstocher die Löcher des Deckels frei zu stechen. Und siehe da, es kommt Pfeffer heraus, soviel man mag. Die zwei Münchner schauen sich nachdenklich an. Schließlich brummt der eine: “Siehgst, drum mog i’s ned, de Preissn!”