Hochzeitswitze




Klare Fronten…Bayerisches Hochzeitspaar - Bayerische Witze
Der Hochzeiter trägt nach alter Tradition seine junge Braut brav über die Schwelle des neuen Hauses. Er bleibt gleich darauf im Hausflur stehen und sagt mit ernster Miene: „Do drin is as Schuahputzzeig, des ghört ab sofort dir. Und mit dem werd g’arbat vo in da Fruah bis spät – ob i do bin oder ned!“ Er führt sie in die Küche, die Braut traut ihren Augen kaum. Eine nigelnagelneue Einbauküche mit allem Drum und Dran blitzt ihr entgegen. Bevor sie etwas sagen kann, belehrt sie ihr Gatte: „Und do herin werd g’arbat, vo in da Fruah bis spät – ob i do bin oder ned!“ Gleich daneben ist noch ein Raum, die Braut geht ohne zu fragen schnurstracks durch die Tür. Sie sieht ein wunderschönes Himmelbett mit Spitzenbaldachin. Sie packt ihren Bräutigam fest am Arm, schaut ihm tief in die Augen und ruft wild entschlossen: „Und do herin werd g’arbat, vo in da Fruah bis spät! Und do herin werd g’arbat, ob du do bist oder ned!“ 

Volljährig…
Sogd da Vadda zum Buam: „Oiss Guade, Bua! I graddalia da ganz herzlich zua Volljährigkeit. Jetz konnst macha wos d‘ wuist – bis zur Hochzeit!“

Gelungene Überraschung…
Zwoa Buam schaugn vorm Standesamt am Brautpaar zua. „Pass auf, de daschreck i jetz gscheid!“, sogd da oane, rennt zum Brautpaar und schreit: „Griaß di, Papa!“

Vorfreude…
Die Resi und der Sebastian haben letzte Woche geheiratet und sitzen frisch verliebt in ihrem nagelneuen Haus auf der Ofenbank vor dem Kachelofen. „Mei, stöi da nur vor, Schatzl“, flüstert sie ihm glückselig ins Ohrwaschl, „nimmer lang, nachad samma zu dritt!“ „I glaab’s ja ned!“, ruft der Sebastian und macht einen Luftsprung. „Wann is’s denn so weit?“ „Morgn vormittag um öife“, druckst sie kleinlaut heraus, „konnst mei Mam vom Bahnhof abhoin!“ 

Wortkarg…
Der Sepp ist bekannt dafür, dass er nicht besonders gern und viel redet. Für was auch? Sogar bei seiner Hochzeit hat er sich auf das Nötigste beschränkt. Mehr als drei Wörter sind ihm nicht eingefallen. Bei der Trauung hat er „Ja“ g’sagt, bei der Hochzeitsfeier „Prost“. Als die Hochzeitsgäste weg waren: „Jetza!“

Verunsichert…
„Lass mi in Ruah, Joseph, i bin sehr verstimmt!“ „Ja, wos iatz, hob i a Frau oder a Klavier gheirat?“

Gutes Gedächtnis…
„Host iatz du tatsächlich nix anders im Kopf ois dein blädn Fuaßboi?“, mosert die Hanni ihren Schorsch an, „oiss andere vergisst. Du woaßt doch ned amoi mehr, wann mir g’heirat ham!“ „Täusch di ned, Schneckerl“, säuselt der Schorsch, „des war an dem Sonntag, wo ma 3:1 gegn d’Holländer gwonna ham!“

Resignation…
Der Sepp und die Fanny gehen schon elf Jahre miteinander. Eines Tages fragt sie ihn: „Moanst ned, Sepperl, dass ma endlich heiratn solltn?“ Brummt der Sepp: „Moanst, dass uns no oana nimmt?“

Dumm gelaufen…
In der Hochzeitsnacht hat der Franz nicht die geringste Lust, obwohl ihn seine gerade angetraute Kathi massiv bedrängt. Schließlich gibt sie auf, als er sie auf die nächste Nacht vertröstet. Aber leider müht sie sich auch am nächsten und übernächsten Tag vergebens, ihren Ehemann „rumzukriegen“. Am dritten Tag wird es ihr zu dumm und sie schimpft: „Wennst iatz ned auf der Stell‘ mit mir ins Bett steigst, geh‘ i owe auf d’Strass und suach mar an andern Mo!“ Drauf sagt der Franz ganz erfreut: „Oh ja, bringst ma bittschön aa oan mit!“

Wörtlich genommen…
In der Hochzeitsnacht bittet die Lisa ganz verträumt ihren Alisi: „Schatzi, sag mir was Süßes.“ Drauf er kurz und bündig: „Schok’lad.“

Offen und ehrlich…
„Du Hansi, i hob dir versprocha, dass i oiwei ehrlich zu dir bin“, meint die Elisabeth in der Hochzeitsnacht verlegen zu ihrem frisch Angetrauten. „Drum muaß i dir iatz was beichten. I hob vor unserer Hochzeit aa scho mit andere Männer gschlaffa.“ „Des macht doch nix, Herzi“, meint er ganz verständnisvoll, „i aa!“

Enttäuschung…
„Schatzi, kochst uns an Kaffee?“ fragt er sie nach der Hochzeitsnacht. „Oder konnst des ebba aa ned?“

Innige Vertrautheit…
Die Hubers feiern ihre Silberhochzeit ganz groß in einem feudalen Restaurant. Ein Gast fragt Frau Huber: „Wia konn ma’s denn so lang mitanand aushoitn?“ „Mei, mia verstangan uns blind“, gerät sie ins Schwärmen. „Mir nehma sogar de gleichen Handtüacher her. Auf dem oana steht a ‚A‘ für ‚Antlitz‘ und dem andern a ‚G‘ für Gesäß.“ „Ha?“, unterbricht der Ehemann verwundert die Unterhaltung. „Und i Depp hob oiwei g’moant, des hoaßt Arsch und Gsicht!“