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Ein für alle Mal…




Der Dangl Wigg steht vor Gericht. “Angeklagter, warum haben Sie Ihre Frau erschossen?” fragt der Richter streng. “Ja mei”, druckst der Wigg umständlich rum, “i hob’s inflagranti mit am andern Mo dahoam auf unser’m Kanabä dawischt!” “Und warum”, bohrt der Richter weiter, “haben Sie nicht den Liebhaber abgeknallt?” “Ja mei, Herr Rat”, begründet der Wigg seine Tat treuherzig, “liaba oamoi s’Wei ois wia jede zwoate Woch’ an andern Kerl!”

Vergesslich…




Drei Neinzgjahrige dreffa se jede Woch am Stammtisch. Meistens kimmt oana z‘spät. „I hob mi gschickt, aber meine Fiass lassn scho nach!“ erklärt a de andan. „Marschiern konn i no recht guad“, sagt da Zwoate, „aber i konn nimma gscheid schreim, weil i a so zittern dua. Meine Händ lassn hoid aa scho nach.“ Do sagt da Dritte: „Wiar i letzte Nacht zu meiner Oidn nübersteign woit, sagt sie: du oida Depp, du warst doch erst vor a hoibn Stund bei mir! I glaub, mei Gedächtnis lasst scho nach!“

Bekannte Gesichter…




Da Sepp hod se a Blondine oglacht. Wia’s as erste moi mitnand im Bett liegn, fragt’s da Sepp: “Sog amoi, war i da erschde, mit dem’s d’ gschnackselt host?” D’Blondine übalegt a bissl, dann moant’s: “Ko scho sei, dei Gsicht kimmt ma irgendwia bekannt vor!”

Systematisch…




“Stell da vor”, sogt da Sepp zu seina Frau, “grod hod ma da Stenz vom zwoatn Stock vorgschwärmt, dass a bis auf oa oanzige scho olle Weiber in unserm Haus gschnackslt hod. “Hmmmh”, überlegt sei Frau, “des konn bloß de arrogante Werbeschixn vom Erdgeschoß sei!”

Lauf der Zeit…




Nach der goldenen Hochzeit im Schlafzimmer vom Sepp und da Hanni: “Mei, Sepp war des ned schee wia mas frihras oiwei do ham?” Sepp: “Mia kanntns ja nomoi probiern.” Hanni: ” Aba sei vorsichtig, i hobs jetz im Kreiz.” Sepp: “Hanni, guad daß d‘as sagst, i häds ganz woandas gsuacht.” (Unbearbeitete Originalfassung)

Ortskenntnis…




„Tschuidings, Herr Nachbar, mei Uhr is steh bliebn, kenna Sie mia sogn, ob des do obn der Mond oder d’Sonn is?“, fragt der Sepp einen Passanten, als er um halb eins in der Nacht sternhagelblau vom Wirtshaus heim torkelt. „Des woaß i ned“, lallt der andere, „i bin aa fremd da!“

Dumm gelaufen…




A junga Bursch sogt, quasi “von Mann zu Mann”, zum Apodägga: “Heit Omd (Abend) bin i bei de Eltern vo meiner neia Freindin eiglodn. Irgendwia hob i im Gfuih, dass danach no wos geht… Kenna Sie mia vielleicht an bsonders guadn Parisa empfehln?” “Ja, natürlich”, moant da Apodägga freindlich, “der hier ist besonders gefühlsecht und trotzdem absolut sicher, das Stück kostet allerdings zwei Euro fünfzig.” “Koa Problem, den nimm i”, sagt da junge Hupfa großspurig, zoihd und gähd. Glei drauf kimmt a nomoi und sogt: “Sie, iatz is ma no wos eigfoin. I hob g’hört, dass ihr Muadda aar a ganz a scharfs Luada is. Gebn S’ ma glei no’ oan!” Wiar a am Omd mit de Eltern von seiner neien Freindin am Tisch hockt, beigt a se oiwei ganz diaf übern Teller, dass ma ja sei Gsicht ned siehgt. Irgendwann platzt seiner Freindin da Krogn: “Oiso, wenn i des gwusst häd, dass du so a Riabbe bist und di ned benehma konnst, häd i di meine Eltern ned vorgstellt!” “Und wenn i gwusst häd, dass dei Vadda Apodägga is, waar i gar ned erschd kemma!”