Ein Rothaariger mit einem feuerroten Haarschopf, der selbst Pumuckl und Pippi Langstrumpf vor Neid hätte erblassen lassen, setzt sich in einer Müchner Traditionsgaststätte zu einem gemütlichen, freundlichen Herrn an den Tisch. Die beiden sitzen eine ganze Weile wortlos beieinander bis der „Rothaarerte“ anfängt, sein Gegenüber wegen seiner Glatze zu „derblecken“. „Mei, hab’n Sie eine Platt’n, da könna ja d’Läus Schlittschuah drauf fahrn.“ Der Mann sagt nix. Der „Rote“ stichelt weiter: „Mei, hod’s Eahna Frau schee, die braucht ned extra ins Bad renna, wenn’s an Spiagl braucht!“ Der Herr bleibt ruhig, das stinkt dem Feuerkopf. „Ja, sogn’s amoi, a so a Platt’n wia de Eahnare hob iüberhaupt no nia g’sehgn. Hod Eahna da liabe Gott koane Haar ned mitgebn?“ „Freilich, aber die roten hab i ned mögn!“
Vater, Mutter und der sechsjährige Sohn kehren in einem Biergarten ein. Der Vater bestellt zwei Mass Bier, da fragt der Bub besorgt: Warum bloß zwoa, kriagt d’Mama koans?“
Ein Ehepaar aus München sitzt im Biergarten eines Ausflugslokals auf dem Land. Sie haben reichlich gegessen, aber besonders begeistert sind sie von der servierten Kost nicht und beschließen, dies auch an den Wirt bzw. die Bedienung weiterzugeben. Als diese zum Abkassieren kommt und die in sämtlichen bayerischen Gaststätten obligatorische Frage: „Und, hod’s g’schmeckt?“, stellt, antworten beide wie aus einem Mund: „Oiso, mir hamma fei scho‘ besser g’essen.“ Drauf die Kellnerin ganz freundlich: „Aber bestimmt ned bei uns.“
Ein Münchner hält ein knuspriges Brathendl in beiden Händen und fieselt es mit großem Appetit ab. Einem „Außerbayerischen“, der mit ihm am Tisch sitzt, mißfällt das und er bemerkt: „Bei uns benutzt man zum Essen Messer und Gabel.“ Der Münchner schaut ihn nur kurz an und fragt: „Und wia hoitn’s nachad s’Hendl?“
Herr Brennicke aus Bielefeld verspeist in einem Münchner Restaurant eine Gemüseplatte. Sein Tischnachbar bekommt eine große Schweinshaxe serviert. „Wie kann man es übers Herz bringen und ein armes, wehrloses Tier verspeisen?“ fragt der Herr. „Wia konn ma’s fertig bringa, dass ma de arma Viecha s’Fuada wegfrisst?“ antwortet der Münchner.
Da Huaba Karl macht am Sonntagnachmittag a kloane Radltour. Zum Schluss kafft a se im Biergarten no a Hoibe. Nach’m drittn Weißbier muaß a biesln. Wiar a wieder auf sei’m Platz hockt, fragt a d’ Bedienung: „Sog amoi, san bei eich oiwei so vui Fliagn im Klo?“ „Naa“, sagt’s, „wenns d‘ Mittag kummst sans in da Küch.“
„Gestern bin i mit mei’m Bulldog in’n Radar einigfahrn!“ prahlt der Stiftl Sepp großmächtig am Stammtisch beim Jaagawirt in Mittersenfharting. „Und hod’s blitzt?“ fragen die anderen neugierig? „Naa, gscheid gschäwad!“
Eine Berlinerin ist auf der Wiesn und geht ins „Winzerer Fahndl“. „Tach, een kleenes Bier“, sagt sie zur Kellnerin. Die Bedienung schaut die Dame eindringlich an, dann antwortet sie freundlich, aber bestimmt: „Wissen S‘ wos, kemma S‘ wieder, wenn S‘ an richtigen Durscht ham!“
Nur noch zwei Gäste sitzen in der Wirtschaft in Laim und trinken langsam ihr Bier. Es ist schon nach Mitternacht, der Wirt ist sehr müde und grantig. Mißmutig zischt er die Bedienung an: „Dass iatz oiwei oa de letzt’n sei miassn?!?“
Auf der Terrasse eines Alpengasthofes sitzt ein Ehepaar aus Berlin und bewundert das herrliche Panorama, das sich vor ihnen ausbreitet. „Sie, Frollein, könn‘ se ma saj’n, wie der Beag da vorne heißt?“ fragt der Herr die Bedienung. „Wäichana?“ fragt diese mürrisch zurück. „Oh, vielen Dank!“
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